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Simon SchröttleFußballakademie

Die Methode

Das Spiel ist der Lehrplan.

Gelernt wird nicht über isolierte Technikübungen, sondern über Spielsituationen mit gezielt veränderten Bedingungen. Raum, Regeln, Zeit- und Gegnerdruck werden so gesetzt, dass Spieler die Lösung selbst wahrnehmen und entwickeln müssen.

Leitgedanken

  • Training vom Spiel her denken, nicht von einer Sammlung einzelner Übungen.
  • Möglichst früh und häufig in Spielformen trainieren.
  • Spielprobleme erzeugen, statt Lösungen permanent vorzugeben.
  • Spieler beobachten und mit Fragen zum Denken bringen.
  • Coaching reduzieren, wenn Spieler selbst Lösungen finden können.
  • Wiederholungen mit Variation statt identischer Wiederholung.
  • Technik, Taktik, Wahrnehmung und Entscheidung nicht künstlich trennen.
  • Das Spielsystem an die vorhandenen Spielertypen anpassen — nicht umgekehrt.

Die Werkzeuge

Feldgröße
steuert Zeit- und Raumdruck
Spielerzahl
erzeugt Über- und Unterzahlprobleme
Punktebedingungen
machen ein gewünschtes Verhalten wahrscheinlicher
Shotclock
verändert das Entscheidungsproblem, nicht die Technik
Constraint entfernen
prüft, ob das Verhalten ohne Hilfsregel bleibt

Nach einer Spielform kommt nicht automatisch eine neue Übung, sondern dieselbe Aufgabe unter veränderter Bedingung. Und am Ende wird die Hilfsregel entfernt: Bleibt das Verhalten im freien Spiel, hat das Training gewirkt.

Wogegen sich das richtet

Vier Muster, die im Training regelmäßig begegnen:

  • Training ohne übergeordnetes Ziel
  • Übungen ohne Spielbezug
  • zu wenig Variation
  • zu lange Trainer-Monologe — und dadurch zu wenig Eigenverantwortung

Die Gegenposition ist ein spielerzentriertes Training: beobachten, bevor eingegriffen wird. Fragen vor Anweisungen. Kurze Intervention statt Monolog. Oder kurz — lass die Spieler spielen.

Nachzuhören und nachzulesen ist das in den Gesprächen und Beiträgen auf der Presse-Seite, ausführlich in den Büchern.

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