Die Methode
Das Spiel ist der Lehrplan.
Gelernt wird nicht über isolierte Technikübungen, sondern über Spielsituationen mit gezielt veränderten Bedingungen. Raum, Regeln, Zeit- und Gegnerdruck werden so gesetzt, dass Spieler die Lösung selbst wahrnehmen und entwickeln müssen.
Leitgedanken
- Training vom Spiel her denken, nicht von einer Sammlung einzelner Übungen.
- Möglichst früh und häufig in Spielformen trainieren.
- Spielprobleme erzeugen, statt Lösungen permanent vorzugeben.
- Spieler beobachten und mit Fragen zum Denken bringen.
- Coaching reduzieren, wenn Spieler selbst Lösungen finden können.
- Wiederholungen mit Variation statt identischer Wiederholung.
- Technik, Taktik, Wahrnehmung und Entscheidung nicht künstlich trennen.
- Das Spielsystem an die vorhandenen Spielertypen anpassen — nicht umgekehrt.
Die Werkzeuge
- Feldgröße
- steuert Zeit- und Raumdruck
- Spielerzahl
- erzeugt Über- und Unterzahlprobleme
- Punktebedingungen
- machen ein gewünschtes Verhalten wahrscheinlicher
- Shotclock
- verändert das Entscheidungsproblem, nicht die Technik
- Constraint entfernen
- prüft, ob das Verhalten ohne Hilfsregel bleibt
Nach einer Spielform kommt nicht automatisch eine neue Übung, sondern dieselbe Aufgabe unter veränderter Bedingung. Und am Ende wird die Hilfsregel entfernt: Bleibt das Verhalten im freien Spiel, hat das Training gewirkt.
Wogegen sich das richtet
Vier Muster, die im Training regelmäßig begegnen:
- Training ohne übergeordnetes Ziel
- Übungen ohne Spielbezug
- zu wenig Variation
- zu lange Trainer-Monologe — und dadurch zu wenig Eigenverantwortung
Die Gegenposition ist ein spielerzentriertes Training: beobachten, bevor eingegriffen wird. Fragen vor Anweisungen. Kurze Intervention statt Monolog. Oder kurz — lass die Spieler spielen.
Nachzuhören und nachzulesen ist das in den Gesprächen und Beiträgen auf der Presse-Seite, ausführlich in den Büchern.